Evangelisch-methodistische Kirche Bezirk Bebra-Eisenach
Angedacht
Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Johannes 10, 10)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Manchmal stellen wir uns die Frage „Warum bin ich auf dieser Welt? Wozu lebe ich eigentlich?“ Was würden wir darauf antworten? Vielleicht: „Um bestimmte Ziele im Beruf zu erreichen.“ Oder:“ Um eine Familie zu gründen.“ Oder: „Um reich zu werden.“ Oder einfach: „Um glücklich zu sein.“ Ich finde es interessant, dass Jesus dieser Frage nicht ausgewichen ist. Im Gegenteil. Immer wieder hat er erklärt, wozu er da ist. Der Monatsspruch für den August aus dem Johannesevangelium ist ein Beispiel dafür: „Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ Was mir dabei auffällt, ist der Subjektwechsel. Jesus sagt: „Ich bin gekommen – aber nun nicht: damit ich … glücklich werde oder berühmt oder so ähnlich.“ Sondern Jesus sagt: „damit sie das Leben habe“n, und mit „sie“ meint er die Menschen, die zu ihm gehören. Die ihm als dem guten Hirten vertrauen. Gleich im nächsten Satz sagt Jesus: „Ich bin der gute Hirte. Und dann: Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Da ist er wieder: der Subjektwechsel: „Ich für sie. Mein Leben - damit sie das Leben haben, mehr noch: damit sie es in Fülle haben.“ Was meint Jesus damit? Sicherlich nicht, dass wir äußerlich in Saus und Braus leben, dass uns gebratene Tauben in den Mund fliegen und dass der Geldbeutel sich immer von selber füllt. Erfülltes Leben ermöglicht Christus als der gute Hirte. Ein Leben in der Geborgenheit, im Vertrauen auf ihn, den Hirten. Ein Leben im festen Wissen, dass jeder Tag bei ihm gehalten ist und dass er mich recht führt.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr/Euer
Jürgen Stolze
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