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Evangelisch-methodistische Kirche Bezirk Bebra-Eisenach

Angedacht

Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat. (Deuteronomium/5. Mose 26, 11)

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ein erfahrenes Pferd lebte mit seinem lebhaften Fohlen in einem herrlich-schönen Tal: saftige Wiesen, relativ klare Bäche, der kühle Schatten vieler Bäume. Aber dem Fohlen ging es wie den Leuten, die alles haben: Es wurde unzufrieden. Es tat nur noch das, wozu es Lust hatte; es schlief, auch wenn es nicht müde war; es wurde bequem und satt und schließlich verachtete es das Tal: „Vater, wenn ich hier weiterleben muss, werde ich sicherlich krank. Das Gras bekommt mir nicht mehr, die Luft ist so stickig, der Bach so schmutzig: Wir müssen fort von hier!" So zogen beide fort. Es ging das Tal hoch, steinige steile Pfade hinauf über hohe Bergrücken. Der Wind blies kalt, kaum noch ein Fleckchen mit zähen Kräutern. Der nächste Tag sah sie schon erschöpfter und kraftloser vor Hunger, und am dritten Tag konnte das Fohlen kaum noch ein Bein vor das andere setzen. „Es ist Zeit, dass wir heimkehren", dachte der Vater und führte seinen Sohn auf einem anderen Weg zurück ins heimatliche Tal. In der Nacht erst kamen sie an. Kaum fühlte das Fohlen das frische, weiche Gras unter den Hufen, wieherte es vor Freude: „Vater, hier bleiben wir. Noch nie habe ich so duftendes süßes Gras gefressen!" In diesem Augenblick begann der Morgen zu dämmern. Verwirrt erkannte es das alte Tal und wagte nicht, den Vater anzusehen. So wie dem jungen Fohlen in dieser Geschichte ergeht es uns Menschen manchmal. Wir empfangen Gottes gute Gaben, werden von ihm umsorgt; und doch sind wir unzufrieden und sehnen uns nach mehr und Größerem. Der Monatsspruch für den Februar, ermutigt uns, uns an den kleinen Dingen zu freuen und in ihnen die guten Taten und Gaben unseres treuen Gottes zu erkennen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr/Euer

Jürgen Stolze

 

 

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